Samstag, Juni 13, 2015

Geliebtes Wesen

Ein weiterer Morgen ohne Deine Zärtlichkeit, ohne Dein Mauzen nach Essen.

Ich sehe wie ich versuche um den Schmerz herumzukommen. Aber es geht nicht. Die Tränen wollen geweint werden. Das Herz rast wie wild, es will nicht akzeptiert werden, dass es endgültig ist.

Irgendwo im Hinterkopf tobt der Gedanke: Gleich kommt er die Katzentreppe hoch, maunzt und will Futter.

Es will nicht akzeptiert werden - fühlt sich unwirklich an und doch: es ist wie es ist.

Der verfluchte Kampf es nicht wahrhaben zu wollen. Es irgendwie umgehen zu können.

FINDUS - es schreit in mir, es schreit in tiefer Verzweiflung - FINDUS komm zurück.

Lass es ungeschehen sein - nicht so und nicht so schnell - nach nur einem Jahr voller Liebe, voller Erlebnisse, voller Freude. FINDUS komm zurück. Ich brenne ...

Kommentare:

Sabine hat gesagt…

Liebe Gabriele, das tut mir sehr leid für dich. Ich kenne diesen Schmerz aus eigener Erfahrung leider sehr gut. Die Endgültigkeit zu akzeptieren ist nicht einfach. Ich hoffe für dich, dass der Tag kommt, an dem du dich über die erlebten schönen Zeiten freuen kannst und die Trauer ein wenig zurück weicht.
Liebe Grüße
Sabine

Violetta hat gesagt…

Es tut mir sehr leid, dass du deinen Kater verloren hast. Wenn ich allerdings deine Zeilen lese, dann kommt in mir auch was hoch. Wir reden hier von einer Katze oder ? Wir haben drei unserer Kinder verloren. Alle dreissig Sekunden stirbt ein Mensch an Unterernährung. Kriege fordern Leben und Menschen kämpfen sich mit Verletzungen wochenlang durch Wüsten in Flüchtlingscamps. Jeden Tag sterben Menschen auf dem Weg über das Meer, weil sie für ihre Familien zu Hause nicht sorgen können. Mütter, Väter und Kinder liegen im Kampf um ihr Leben in Krankhäusern, weil sie Krebs, Aids, mutiresistente Keime oder was ähnlich schlimmes haben.
Vielleicht hilft dir das Nachdenken darüber wie gut es dir geht, über den Tod deiner Katze hinweg zukommen.
Sie hatte ein gutes Leben bei dir! Hat Futter und Streicheleinheiten bekommen und du konntest mit ihr kuscheln und ihre Entwicklung beobachten.
Da ist doch sicher ein Mensch, mit dem du nun reden und kuscheln kannst, der mit dir durch dick und dünn geht.
Es war eine Katze, nicht mehr und nicht weniger.
Draussen scheint die Sonne, es geht dir gut, du hast zu essen, ein Dach über dem Kopf und einen wunderschönen Blog.
Im Tierheim warten kleine Wesen, die deine Fürsorge sicher gebrauchen können, sobald du den Schock überwunden hast.
Jetzt wein ein bisschen weiter und dann pack dir dein Taschentuch und lebe dein Leben weiter.
Ganz liebe Grüße !!! Küsschen
PS: Ich hatte auch mal eine Katze. Und war auch sehr traurig als sie gestorben ist, deshalb darf ich dir sowas schreiben ;-)

Gabriele Egler hat gesagt…

Ja - es war "nur" eine Katze.
Aber sie hat mich zutiefst in meinem Herzen berührt ....

Und das ist das, was jetzt gerade da ist ...

Pyrgus hat gesagt…

Es war deine Katze und du musst das Mass deiner Traurigkeit vor Niemandem verantworten. Es tut wirklich weh, manch einer hängt an seinem Tier mehr als an manchen Menschen, das ist nun mal so. Ein wenig kann ich es nachempfinden, ich musste meinen Lieblingskater nur abgeben und habe wochenlang hinter ihm her getrauert. Ich wünsche dir alles Gute.Es wird besser.
L.G.
Gabi

Violetta hat gesagt…

Das versteh ich doch! Und ich kann deine Trauer gut verstehen! Wollte dich nur dran erinnern, dass es auch Gutes in deinem Leben gibt. Und wenn die Trauer vorbei ist, wirst du dich auch weider besser fühlen. Es gibt so wahnsinnig viel Leid, da muss man sich selbst manchmal wieder auf den Teppich bringen. Aber ich wollte dich nciht verletzen! Es witd alles wieder gut.

Ute K. hat gesagt…

Hallo Gabriele,es geht mir gerade genauso wie dir.unser kleiner Kater Cartos ist vor 14 Tagen überfahren worden-er war grade knapp ein jahr alt und wir vermissen ihn alle unheimlich weil wie du auch sagtest unser aller Herz berührt hat!!
Liebe Grüße
Ute

Pu Poe Strickgedanken by Ute hat gesagt…

Oh Mann es tut mir so leid. Vor einigen Monaten mußten wir unsere vierzehnjährige Hündin einschläfern lassen und wir haben fürchterlich gelitten. Deshalb kann ich es sehr gut nachempfinden. Die Tiere geben uns eine so bedingungslose Liebe und ich glaube deshalb ist die Bindung zu Ihnen auch so eng. Klar gibt es viel Schlimmes auf der Welt, aber das hilft uns in der Situation auch nicht weiter. Hier arbeitet einfach Bauch gegen Kopf.
Ich wünsche dir alles Liebe und viele Grüße
Ute

Gabriele Egler hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Bea hat gesagt…

Fühl dich mal von mir geknuddelt.

Was hatte denn dein kleiner Findus? Er war doch noch so jung...

Vielleicht kannst du dich damit trösten, dass er zwar ein kurzes, dennoch aber schönes Leben hatte.

@Violetta: Das ist schlimm, was du erlebt hast. Drei Kinder zu verlieren, das ist der Horror. Ich glaube, das können wir anderen alle nicht wirklich nachvollziehen.
Trotzdem ist es nicht "nur eine Katze" - es ist Gabrieles Findus, ein geliebtes Wesen. Und im Moment trifft es sie hart, dass er nicht mehr da ist. Das ist nicht so hart wie es ist, ein Kind zu verlieren, aber schlimm genug.

Liebe Grüße, die Bea